Kollektivvertrags-System - Bildungskarenz
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Bildungskarenz


Bildungskarenz:

Zwischen ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen kann eine Bildungskarenz für die Dauer von mindestens 3 Monaten bis zu einem Jahr vereinbart werden.

Anspruch:
Anspruch auf Bildungskarenz haben seit 01.01.2008 alle ArbeitnehmerInnen, die bereits ein Jahr in einem Dienstverhältnis bei dem/der selben ArbeitgeberIn beschäftigt sind. Das gilt auch für Saisonbeschäftigte, wenn sie innerhalb der letzten vier Jahre auf insgesamt ein Jahr Beschäftigung bei einem/einer DienstgeberIn kommen und das Dienstverhältnis mindestens drei Monate dauert.
Keinen Anspruch auf Bildungskarenz haben Beamte und Beamtinnen und freie DienstnehmerInnen.

Ab 01.01.2008 erhalten alle Beschäftigten während der Bildungskarenz "Weiterbildungsgeld" in der Höhe des Betrages, der ihnen im Falle von Arbeitslosigkeit zustehen würde

Seit 01.01.2008 kann die Bildungskarenz auch in mehreren Teilen von jeweils mindestens drei Monaten absolviert werden.

Voraussetzungen:
Bei der Vereinbarung von Bildungskarenz ist sowohl auf die Interessen des Arbeitnehmers/der Arbeitnehmerin als auch auf die Erfordernisse des Betriebes Rücksicht zu nehmen.
Ist im Betrieb ein Betriebsrat errichtet, so kann der/die ArbeitnehmerIn diesen zu Verhandlungen beiziehen.

Der/die ArbeitgeberIn stimmt der Bildungskarenz zu und der oder die Karenzierte muss die Anspruchsvoraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld erfüllen. Dass heißt er muss mindestens 52 Wochen sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein. Er muss schriftlich nachweisen, dass er an einer Bildungsmaßnahme teilnimmt - und zwar mindestens 20 Stunden pro Woche, falls Kinder bis sieben Jahre betreut werden, 16 Stunden pro Woche.
Bei Lehrgängen zum Nachholen des Hauptschul- oder Lehrabschlusses, zur Vorbereitung auf die Studienberechtigungs- oder Berufsreifeprüfung sowie bei einem Studium werden automatisch 20 Wochenstunden angenommen, es ist kein weiterer Nachweis erforderlich.

Wichtig:
Während der Bildungskarenz ist der Beschäftigte kranken- und unfallversichert und die Karenzzeit wird für die Pension angerechnet. Es gibt aber keinen Anspruch auf Urlaub, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Für Ansprüche, die sich nach der Dauer des Dienstverhältnisses richten, wie beispielsweise Abfertigung, bleibt die Zeit der Bildungskarenz außer Betracht.


Wird das Arbeitsverhältnis während der Bildungskarenz beendet, ist bei der Berechnung einer allenfalls zustehenden gesetzlichen Abfertigung das für den letzten Monat vor Antritt der Bildungskarenz gebührende Entgelt zu Grunde zu legen.
Wird wegen einer beabsichtigten oder tatsächlich in Anspruch genommenen Bildungskarenz die Kündigung gegen den/die ArbeitnehmerIn ausgesprochen, kann diese bei Gericht angefochten werden.

Geltende Regelungen seit 1. August 2009:

  • Wird eine Bildungskarenz zwischen 1.8.2009 und 31.12.2011 vereinbart, ist sie bereits nach einer ununterbrochenen Beschäftigung von 6 Monaten möglich, statt bisher nach 12 Monaten.
  • Die Mindestdauer wurde von 3 auf 2 Monate gesenkt.
  • Wird die Bildungskarenz in Teilen in Anspruch genommen, muss jeder Teil nun lediglich 2 Monate umfassen.
  • Wie bisher ist der Verbrauch in einzelnen Teilen innerhalb von vier Jahren möglich. Maximal gibt es 12 Monate geförderte Bildungskarenz.

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