Kollektivvertrags-System - Austritt
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KVS | Über Kollektivverträge | Begriffe und Glossar | Glossar Teil 2 | Erklärung

Austritt


Austritt bedeutet eine (vorzeitige) Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit sofortiger Wirkung aus wichtigem Grund. Der Austritt ist eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung des Arbeitnehmers/der Arbeitnehmerin.

Austrittsgründe für Angestellte finden sich in § 26 AngG bzw. in der GewO in § 82a. Die Gründe müssen derart schwerwiegend sein, dass für den Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin eine Weiterbeschäftigung auch nur für die Dauer der (gesetzlichen oder vereinbarten) Kündigungsfrist unzumutbar ist.

Gründe für einen vorzeitigen Austritt von Angestellten können sein (demonstrative Aufzählung):

  • er/sie zur Fortsetzung der Arbeit unfähig ist oder diese nicht mehr ohne Schaden für seine Gesundheit fortsetzen kann 
  • der/die ArbeitgeberIn wesentliche Vertragsbedingungen verletzt (z.B. Kürzung des Entgeltes) 
  • der/die ArbeitgeberIn sich weigert, den gesetzlich vorgeschriebenen Bestimmungen zum Schutz der Gesundheit oder der Sittlichkeit der Angestellten nachzukommen.

ArbeiterInnen sind zum Austritt berechtigt, wenn (taxative Aufzählung):

  • er/sie die Arbeit nicht ohne erweislichen Schaden für die Gesundheit fortsetzen kann 
  • der/die GewerbeinhaberIn sich einer tätliche Misshandlung (das sind schuldhafte gegen den Körper gerichtete Handlungen wie Ohrfeigen, Fußtritte) oder einer groben Ehrenbeleidigung gegen den/die ArbeitnehmerIn oder dessen/deren Angehörige schuldig macht oder 
  • der/die GewerbeinhaberIn ihn/ihre bzw. seine/ihre Angehörigen zu unsittlichen oder gesetzeswidrigen Handlungen zu erleiten versucht 
  • der/die GewerbeinhaberIn das Entgelt ungebührlich vorenthält oder andere wesentliche Vertragsbedingungen verletzt 
  • der/die GewerbeinhaberIn außerstande ist oder sich weigert, den/die ArbeitnehmerIn zu bezahlen

Die Entlassung und auch den Austritt beenden das Arbeitsverhältnis mit sofortiger Wirkung, auch wenn hierfür kein Grund vorliegt. Bei unberechtigter vorzeitiger Auflösung kann die betroffene Vertragspartei Schadensersatz verlangen.

Auch im Konkursfall des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin hat der/die ArbeitnehmerIn die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen das Arbeitsverhältnis durch Austritt zu beenden.


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